« Handyverbot an Schulen | Home | HipHop - unsere Zukunft »
Einheitspfand
Ab dem 1.5.2006 ist es offiziell. Das Einheitspfand wurde deutschlandweit eingeführt. Nicht nur, dass es bisher immense Abgabe Probleme gab, auch die Ladenbesitzer sowie die Kassierer verloren langsam die Übersicht. Ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland vernichtet im Durchschnitt den Inhalt von 40 Pfandflaschen pro Woche. Diese sind durchschnittlich aus 3 verschiedenen Läden. Somit wurde der, der in der Familie die Einkäufe zu erledigen hatte oft zum Leidtragenden. Diese Flaschen müssen zum Lidl, jene Flaschen zum Aldi und die nächsten müssen bei Minimal abgegeben werden. Einige Filialen verweigerten sogar die Annahme von Pfandflaschen aus einer anderen Filiale derselben Ladenkette. Dieser sehr hohe Aufwand führte in immer mehr Haushalten dazu die Pfandflaschen einfach wegzuwerfen. Das brachte weitere Probleme, zum Beispiel einen Mangel an Recycling Ware. Dies sind nur einige der Gründe warum sich die Regierung entschloss zu handeln. Jetzt ist das Einheitspfand da und jede Flasche muss in jedem Laden ( außer bei Lagermangel ) angenommen werden. Dies führt nicht nur zu einer erhöhten Flaschenrückgabe, sonder auch zur größeren Ordnung. Weniger Flaschen werden in der Natur ( z.B. auch an Kinderspielsplätzen ) entsorgt und somit ist wieder ein Schritt in die richtige Richtung getan. Ein weiteres Phänomen, das ich vorher noch nicht wirklich mitbekommen habe, sind die Pfandflaschensammler. Viele ältere Menschen ( meist Arbeitslose oder Rentner ) haben versucht durch Dosen- und Flaschensammeln sich etwas „dazuzuverdienen“. Durch die Erhöhung des Pfandes mancher Flaschen von 8 Cent auf 25 Cent wird auch dieses „Gewerbe“ wieder boomen. Da bleibt nur die Frage offen, ob bei einer weiteren Erhöhung des Pfandes ein Schulabschluss oder ein geschultes Auge zum Erspähen von Pfandflaschen anzustreben ist.
Autor: Steffen Waadt
über diesen Eintrag
Du liest zur Zeit “Einheitspfand,” einen Beitrag auf News und Neuigkeiten
- Publiziert:
- 05.05.2006 / 12:55
- Kategorie:
- Politik
Die Kommentarfunktion ist geschlossen.
Die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ist zur Zeit deaktiviert.